Tausende feiern Flugplatzjubiläum beim SFC

Tausende feiern Flugplatzjubiläum mit dem SFC

Nahezu 5000 Besucher kamen am Wochenende vom 6. und 7.9.2014 auf den wunderschön gelegenen Flugplatz Betzdorf-Kirchen in Katzwinkel-Wingendorf um gemeinsam mit dem SFC Betzdorf-Kirchen e.V. das 50-jährige Jubiläum des kleinen Verkehrslandeplatzes zu feiern.

 

Kunstflug mit der Pitts S2b

Die Flieger hatten sich dazu ein besonderes Programm ausgedacht, das neben den üblichen fliegerischen Darbietungen auch den Dank an und die Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck bringen sollte :

So begrüßten die Piloten diesmal ganz besonders eine Gruppe aus Steckenstein, Menschen, denen das Leben es nicht einfach gemacht hatte, um ihnen einige Momente der Freude zu bereiten.

 

Besuchergruppe aus Steckenstein m. Landtagsabgeordneter A.Neuhof

Zusammen mit ihren Begleiterinnen und Begleitern machten sie Rundflüge über unsere waldreiche Heimat und sahen zum ersten Mal die Welt aus der Vogelperspektive. Die Begeisterung war groß, ebenso bei den Piloten die die Freude ihrer Gäste teilten.

 

Bereit zum Einsteigen

Das ist für die Gäste ein ganz besonderes Ereignis und die Spannung ist riesengroß.

 

Zum ersten Mal im Leben gehts in die Luft

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Taufe des nach einer Bruchlandung neu aufgebauten Schulflugzeugs vom Typ ASK-13 auf den Namen „Wingendorf“ durch den Ortsvorsteher von Wingendorf, Torsten Schmidt. Jetzt fliegen also die SFC-Flugschüler mit der „Wingendorf“ über Wingendorf und werden von der Remo "Katzwinkel" ind die Höhe geschleppt.

 

Taufe der neu aufgebauten ASK-13 durch den Ortsvorsteher von Wingendorf Torsten Schmidt

Mit dabei waren auch Mitglieder des Gemeinderates sowie der Bürgermeisters der Stadt Kirchen, Andreas Hundhausen, sowie der Bürgermeisters der Stadt und Verbandsgemeinde Betzdorf, Bernd Brato und die Landtagsabgeordnete Anna Neuhof, die sich von SFC-Vorstand Armin Brast auch zu einem Gastflug überreden ließ, beim Tanken half und danach ganz begeistert war.

 

Wer fliegen will muss auch tanken

 

Armin Brast beim Start mit Anna Neuhof zum Rundflug mit der Remo

Viel unterwegs war auch die vereinseigene Robin DR-400 Remorqueur, die der Verein 2013 auf den Namen "Katzwinkel" taufte.

Natürlich hatte der SFC auch für ein exzellentes Flugprogramm gesorgt :

Höhepunkt war sicherlich das Kunstflugprogramm der T-6 „Texan“, einem ehemaligen Ausbildungsflugzeug der amerikanischen Luftwaffe für Jagdflieger aus den 40er-Jahren.

 

600 PS und damit Dampf ohne Ende, die T-6

Ihre 600 PS ziehen das Flugzeug mit unbändiger Kraft mühelos durch die schwierigen Flugfiguren.

Die T-6 im Landeanflug 

Ein exakter Landeanflug und die schwere T-6 kam mit der relativ kurzen Graspiste in Betzdorf prima zurecht.

 

Geballte Kraft : 600 PS Sternmotor der Texan

Der 9-Zylinder Sternmotor lässt die Kraft erahnen, die in ihm steckt und ist gleichzeitig ein Paradebeispiel für ein top gepflegtes Oldtimerflugzeug.

Ähnlich spektakulär, aber wendiger und spritziger, waren die Kunstflugvorführungen der Pitts S2b, dem Red Baron des Vereins von Michael Weller, der den roten Doppeldecker mit 260 PS rasant und mit unglaublichen Bewegungen durch die Luft manövrierte, sodass manchmal die Regeln der Physik aufgehoben schienen (s. Foto ganz oben).

 

Fluglehrer Gerhard Bender sorgte mit der 57 Jahre alten Lo 100 für spektakulären Kunstflug ohne Motor

Eine ganze Reihe weiterer hochkarätiger Kunstflugvorführungen mit der Extra 300, einer Pitts S1 oder im lautlosen Gleitflug mit der von Fluglehrer Gerhard Bender gesteuerten Lo100 aus dem Jahre 1957 rundete das fliegerische Programm ab.

 

Der "Stieglitz" im Anflug 

 

Das passende stilgerechte Outfit war dabei fast selbstverständlich

Keine 600 PS, aber strahlende Ventilkappen sind auch was Schönes.

 

Verchromte Ventilkappen am 7-Zylinder Sternmotor der FW Stieglitz

Zu Gast waren aber auch hervorragend restaurierte Oldtimerflugzeuge wie die Focke-Wulf Stieglitz, Bücker Jungmann oder die Cessna 140 aus dem Jahre 1946 von Georg Wäschenbach.

 

Bücker Jungmann im Landeanflug

Sie zeigten, mit wie viel Enthusiasmus und Liebe zum Detail diese Maschinen gepflegt aber auch immer aktiv geflogen werden.

 

Bücker Jungmann rollt an den Start

Der Bücker Jungmann macht auch am Boden eine gute Figur.

Bücker Jungmann mit stilechtem Holzpropeller

Die Formationsflüge der alten Doppeldecker waren ein absoluter Hinschauer.

Formationsflug mit Stieglitz und zwei Jungmännern

Kaum vom großen Vorbild zu unterscheiden waren die Modellflugzeuge des MFC Betzdorf-Kirchen. Ihre Vorführungen standen denen der Originale in nichts nach, insbesondere die Hubschrauberdarbietungen waren in ihrer Akrobatik kaum zu übertreffen.

Große kleine Pitts mit Pilot Markus Rosenthal und Begleiterin

Dazu gesellten sich Profis wie Markus Rosenthal mit seinem ebenfalls roten Kunstflug-Doppeldecker, der mit seinem 200 ccm Honda-Motor der großen Pitts in nichts nachstand und Akrobatik pur auch in Grasnarbenhöhe zeigte.

 

Bitte nicht mit der großen Pitts nachmachen, das geht nur mit der Kleinen

Schnellstes Flugzeug am Platz war zwar die mächtige T-6, aber ein Jetmodell mit echtem Miniaturstrahltriebwerk und entsprechendem Sound war mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h kaum langsamer.

Ein besonderes attraktiver Programmpunkt waren auch die Fallschirmspringer von der Eisernhardt die sich mit einem Mehrzweckflugzeug vom Typ Wilga auf 1200 m über Platz schleppen ließen, um dann in kurzem freiem Fall wieder zur Erde zurück zu stürzen, bevor sich die Schirme öffneten und eine sanfte Ziellandung ermöglichten.

 

Bereit zur Landung

Wie ein Vogel im freien Fall flog ein Springer mit Wing Suit (Flügelanzug), der den Sturz in eine gelenkte Flugbahn umwandelte und dann auch mit einem Gleitfallschirm sicher landete.

Verständlich, dass viele Zuschauer nicht nur zusehen, sondern selber fliegen wollten. Der SFC kam diesem Verlangen gerne mit Vereins- und Privatmaschinen nach, egal ob mit oder ohne Motor.

 

Die "Air SFC" ist startbereit - Pilotinnen Justine und Laura im etwas anderen Arbeitsoutfit am Flugplatzfest

Erst von oben sieht man, wie waldreich unsere Gegend ist und wie viel landwirtschaftliche Fläche noch bearbeitet wird.

Das Flugplatzfest mit Tag der offenen Tür war natürlich auch in erster Linie Fliegerei „zum Anfassen“ und Ausprobieren für Kinder und Familie. Die ganz Kleinen konnten in der Hüpfburg erste „Freiflugübungen“ machen, oder sich wunderschön schminken lassen.

 

Schminken braucht Geduld, aber dann wirds um so schöner

Auch eine Tombola mit vielen wertvollen Gewinnen wurde von den Besuchern eifrig frequentiert.

Die Größeren durften kleine Wurfgleiter bauen, mit denen ein Weitflugwettbewerb stattfand.

 

Große und kleine Piloten hatten großes Interesse am Wettbewerb mit den kleinen Balsaholzfliegern

Die selbst gebastelten kleinen Wurfgleiter waren bunt bemalt und ihre Piloten voll konzentriert beim Start.

 

Volle Konzentration beim Start

Der 7-jährige Gewinner konnte dann mit seinem Vater einen Rundflug in der vereinseigenen Remo machen und auf seinem ersten Flug seinen Wohnort und die Schule von oben besuchen.

 

Der Gewinner an Bord der Remo, fertig zum Start

Und wer lieber selber am Steuer sitzen wollte, konnte dies am Segelflugsimulator gefahrlos ausprobieren.

 

Flug ohne Risiko, am Simulator darf es schon mal eine Bruchlandung geben 

Wo gefeiert wird muss auch Musik sein und mit der Brucher Bluesband hatte der SFC einen Magneten engagiert, der am Samstagabend dem Publikum gehörig einheizte und es richtig rocken ließ.

 

Die Brucher Bluesband heizte abends tüchtig ein

Dazu konnte man sich Leckereien vom Fliegergrill oder aus dem Flugplatzrestaurant „Zum Doppeldecker“ schmecken lassen.

Der Verein freut sich über soviel Begeisterung bei seinem Publikum und verspricht schon heute ein tolles Flugplatzfest 2015.

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