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11. OMV 2016 in Brandenburg – Dabeisein ist alles

"Kilo" Werthebach und Andreas "Zwutsch" Nies haben dieses Jahr wieder mit dem FOX die östlichen Luftgefilde unsicher gemacht und am Offenen Märkisches Vergleichsfliegen in Brandenburg/Havel - EDBE- vom 09.08.2016 bis16.08.2016 teilgenommen, teils Bastelwetter, teils brauchbar, aber immer hochinteressant und Spaß war trotz Platz 24 im hinteren Mittelfeld auch dabei.

 

Das Team FOX : Kilo, Till und Andreas, Max machr grade dieses Foto

Aber lest selber den Bericht von Klaus dazu :

 

Liebe Gemeinde,

wir sind zurück vom OMV, einem Qualifikationswettbewerb für die Deutschen Meisterschaften 2017. Die Quali haben wir leider nicht geschafft, aber wir haben einen hochklassigen Wettbewerb erlebt, der mir persönlich die Freude am Fliegen zurückgebracht hat.

Die Voraussetzungen waren nicht besonders gut. Wir sind mit einem bewährten, top-ausgestatteten Flugzeug angetreten, das leider nicht mehr zum Besten gehört, was der Markt anbietet. Es wurde mit einem Index geflogen, der die älteren Flugzeuge etwas aufwertet, aber Jeder der denken kann muß eingestehen: Geld schießt Tore!

Unser Trainigsstand: null... Nach dem Urlaub in Frankreich haben Andreas und ich unsere letzten Starts Anfang Mai gemacht. Nicht nur das Wetter hat vom Fliegen abgehalten. Der Tod von Elisabeth in Klix hat mich sehr betroffen gemacht und ich habe lange überlegt, ob ich nicht besser aufhöre mit der Fliegerei.

Warum wieder Brandenburg? Dort an Havel und Beetzsee engagiert sich ein Verein, der beste Voraussetzungen für eine Großveranstaltung bietet. Die Leute wissen, was sie tun. Das Wettbewerbsteam um Lars Bamberger und Matthias Kaese hat wieder gezeigt, wie außergewöhnlich professionell und auf Sicherheit und Fairness focussiert eine solche Veranstaltung durchgezogen werden kann. Auch alle anderen Mitglieder -Helfer, Startleiter, Schlepper, Meteorolüge, Küchenteam, Technik, die hochengagierte Jugendgruppe etc.- haben funktioniert im großen Räderwerk. Kurzum: auf die Roten Adler kann man sich verlassen!

Unser Trumpf waren die Schmidt-Brothers. Perfekte Rückholer- wir durften nur fliegen...

Die Anreise war problemlos und die Ferienwohnung in der Havel-Marina nach kleinsten Umräumarbeiten durchaus brauchbar.

 

Problemlose Anreise trotz düsterer Wolken

 

Marina von oben ...

 

... und Marina unten

 

Die Trainingstage haben wir gut genutzt. Am ersten Tag haben wir einen Ausflug mit Max Schmidt in der DG800S gemacht. Ungewöhnliches Wetter: Warm, blau, schwache Aufwinde - so sind wir es nicht gewohnt von Brandenburg. Trotzdem schön.

 

Ausflug mit Max Schmidt in der DG800

 

Am zweiten Trainingstag hat Max gelernt und wir sind die Tagesaufgabe geflogen. Der Loggerschrieb mit Motorlauf-Aufzeichnung nach dem Start wurde abgegeben und so brauchten wir nicht mehr im Wettbewerb das übliche Verfahren anzuwenden- Fortschritt!

Ich will euch nicht langweilen mit detailierten Schilderungen der einzelnen Wettbewerbstage. Fakt ist, dass Andreas sehr gut geflogen ist und wir durch Wetterpech und kleine taktische Fehler zuviele Punkte verschenkt haben. Unser Info-Team mit 2H (Steffen Trapp/Christoph Reiss) und E2 (Wolfgang Schwarz/Christian Ditzel) hat jeden Tag besser funktioniert und fand die Krönung am letzten Wertungstag. Gemeinsam mit 2H haben wir einen Flug abgeliefert, der nicht die optimalen Punkte brachte, aber dennoch zeigte, wieviel Spaß guter Teamflug machen kann.

 

Teamflug mit der E2 macht Spaß

 

Großes Kompliment an Team 2H: Steffen war nicht nur ein guter Pilotensprecher, der im Verlauf des Wettbewerbs sehr viel zu tun hatte. Er kennt die Gegend im gesammmten Osten sehr gut und trifft im Teamflug nachvollziehbare Entscheidungen. Die Strecken- und Wetterinfos waren Gold wert.

 

Viel Vergnügen - und den Regenschirm nicht vergessen

 

Solo at work - Kilo wie immer die Ruhe selbst ...

 

... auch wenns mal richtig duster wurde ...

 

... und erst recht wenn man die Kollegen auf dem Acker freundlich von oben grüßen durfte

 

Die Wettersituation war für Brandenburg untypisch. Viele kleine Wetterräume, niedrige Basis, grausliche Abschirmungen. Lotto, Toto... Kollege "Solo" hat uns zweimal sicher nach Hause gebracht.

 

So siehts schon besser aus

 

Im Schleudergang nach oben ...

 

Auf gehts zum fröhlichen Jagen

 

Zwischendurch auxch mal Vollgas und die Aussicht genießen

 

... und einen sicheren Anflug hinlegen

Jetzt gibt's noch einige Bilder aus dem Wettbewerbsgeschehen:

 

FOX im Anflug

 

Von erfahrenen alten Recken gibts immer was Interessantes zu lernen

 

Feldbriefing

 

Kultur pur - mit leerem Magen fliegt sichs schlecht

 

Kilos Supergirls hatten auch ihren Spaß

 

Sieger gab es natürlich auch. Ein sehr interessantes Podium: alles Leute, die dem Segelflug sehr verbunden sind- mit Können, Geld und sehr hoher Erfahrung. Es sei ihnen gegönnt!

 

Teilnehmerfeld in Erwartung der Siegerehrung 

 

Strahlende Sieger

 

Aber wo sind die Bayern? Die haben diesmal eine interessante Variante gefahren. Durch Teamarbeit haben sich nicht nur die üblichen Verdächtigen qualifiziert (2A/MA), auch vermeindlich schwächere Flugzeuge (DG1000) haben Duftmarken gesetzt, die noch lange über dem märkischen Sand zu riechen sind. Bravo!

Speziell für die Piloten unter Euch:

Es hat einen Vorfall im Wettbewerb gegeben, der zumindest mir überhaupt nicht gefallen hat. An einem der Wertungstag ging es beim Einflug in den Zielzylinder äußerst knapp zu. Einige Teilnehmer sind mehr als hundert Meter unterhalb der Mindesteinflughöhe angekommen. Obwohl gebrieft war, dass bei einer Einflughöhe unterhalb dieser Höhe, der Flug am Zielzylinder mit einer virtuellen Außenlandung endet, wurden auch für diese Teams Geschwindigkeitspunkte vergeben. Diese Entscheidung hat sich die Wettbewerbsleitung nicht leicht gemacht. Der Sinn der Regelung war "auf den Kopf gestellt". Lange war die Wertung inoffiziell, aber es konnte keine andere Entscheidung getroffen werden. Die SWO ist bei der Zielkreisregelung nicht eindeutig, was im Herbst nachgebessert werden soll. Sportlich unfair, aber hier waren "Profis" aus dem Teilnehmerfeld am Werk. Es ist halt wie im richtigen Leben: wo wären wir ohne unsere "Leistungsträger" in der Gesellschaft ???

Während des Wettbewerbs habe ich mir keinerlei Wertung oder Flüge angeschaut. Erst Tage danach habe ich genauer hingesehen als guter Dilletant. Immer wieder wird versucht unseren nicht ungefährlichen Sport sicherer zu machen. Aber dass zur gleichen Zeit bei gleichen meteorologischen Bedingungen und am gleichen Abflugpunkt Teilnehmer fast 200m höher abfliegen als der Rest der Meute, gehört offensichtlich zu den letzten Rätseln der Menschheit. Auch dass der gute Turbo von Solo auch in 50m AGL klaglos sein Werk tut, ist doch beruhigend- oder?

Jetzt will ich den eingesprungenen Zynismus wieder abschalten und nochmal versichern, dass wir durch unsere Rückholer, den beeindruckenden Arbeitseifer der Brandenburger und die Disziplin vieler Teilnehmer einen sehr schönen Wettbewerb geflogen sind. Leider ist unser Urlaub in Frankreich geplatzt. Es war nicht unser Jahr. Wir sind noch keine 100h geflogen und im Herbst bleibt nur noch die Eichhörnchenjagd am Wiehengebirge, Wesergebirge und Ith - vielleicht sogar mit germanischer Monsterwelle auf FL100.

Herzliche Grüße

Kilo (1Y/FOX)

Danke Kilo für den tollen Bericht !

 

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